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Realwirtschaftliche Auswirkungen einer Währungsunion: Eine experimentelle Untersuchung (gefördert durch DFG)

Förderer: DFG
Projektleiter
: Prof. Reinhard Selten und Prof. Jürgen von Hagen
Auftraggeber:

Es wird ein symmetrisches Zwei-Länder-Modell mit und ohne Währungsunion experimentell untersucht, das die Form eines Mehr-Perioden-Spieles hat. Die Version ohne Währungsunion hat 18 Spieler, 2 Regierungen, 2 Zentralbanken, 2 Arbeitgeberorganisationen, 2 Gewerkschaften und 10 Firmen. Die Spieler werden durch Versuchspersonen repräsentiert. In der Version mit Währungsunion gibt es nur eine Zentralbank und deshalb nur 17 Spieler. Die fünf Firmen eines Landes stellen ein nur im Inland gehandeltes Konsumgut her. Der internationale Handel beschränkt sich auf Vorprodukte. Die Regierungen bestimmen die Gesamtausgaben ihres Landes, die Zentralbanken Zinssätze, Inflationsziele und Wechselkursziele. Die Arbeitgebervereinigungen und die Gewerkschaft eines Landes verhandeln über den nominalen Lohnsatz und die Firmen wählen Produktionsmengen und Transaktionsmengen auf dem Währungsmarkt. Das Modell hat eine für beide Versionen im Wesentlichen übereinstimmende spieltheoretische Gleichgewichtslösung. Es ist jedoch mit Abweichungen von diesem Gleichgewicht zu rechnen. Wir vermuten günstige realwirtschaftliche Auswirkungen einer Währungsunion, weil die Komplexität der Entscheidungssituation reduziert wird und dadurch geringere Schwankungen zu erwarten sind.

Projektmitarbeiter: Prof. Reinhard Selten, Prof. Jürgen von Hagen, Dipl. Wirtschaftsingenieur Johannes Kaiser, Robin Pope PhD, Prof. Dr. Sebastian Kube

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