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Experimenteller Vergleich von Theorien für das Verhalten in wiederholten 2×2 Spielen mit Zufallspaarung (gefördert durch DFG)

Förderer: DFG

Projektleiter: Prof. Reinhard Selten

Es werden Theorien für wiederholte 2x2 Spiele ohne reine Gleichgewichte verglichen. Hierzu dienen Experimente mit anonymer Interaktion und Zufallspaarung. Eine dieser Theorien ist das Quantalgleichgewicht, eine Modifikation des spieltheoretischen Gleichgewichtes, in der die Spieler nicht optimieren, sondern mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die Strategie mit der höheren Auszahlung wählen (MCKELVEY, PALFREY und WEBER 1997). Eine andere aus der Literatur bekannte Theorie ist die des Verstärkungslernens (EREV und ROTH 1998). Daneben sollen noch zwei selbst entwickelte Konzepte in den Vergleich einbezogen werden: Die Stichprobentheorie und die Impulsausgleichstheorie. Die Stichprobentheorie beruht auf der Annahme, dass gegen eine relativ kleine Stichprobe vergangener Beobachtungen optimiert wird. Die Impulsausgleichstheorie überträgt einen Gedanken auf 2x2 Spiele, der in einem anderen Zusammenhang entwickelt wurde (SELTEN, ABBINK und COX im Druck). Sie stützt sich auf die Lernrichtungstheorie. Nach einer Wahl erfolgt ein Impuls zum Wechsel, wenn die andere Strategie besser gewesen wäre. Der Impulsausgleich bedeutet, dass die erwarteten Impulse in beiden Richtungen gleich sind. Außerdem werden neue Ansätze zur Erklärung des individuellen Verhaltens entwickelt.

Projektmitarbeiter: Prof. Reinhard Selten, Dr. Thorsten Chmura, Dr. Sebastian Goerg, Dipl. Wirtschaftsingenieur Johannes Kaiser.

 

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